RALLYE DALMATIA 2009: Anreise, Korso, Prolog uvm.
1. bis 3.Mai: Rallye Dalmatia Teil 1 – Anreise, Briefing, Korso, Fotoshooting, Prolog
Freitag & Samstag: Anreise
Am frühen Morgen des 1.Mai starten Iris und ich mit dem LT35 in Richtung Kroatien. Im Gepäck meine EXC 520 Rallye, Iris´ DR350, damit sie vor Ort mobil ist, und ne Menge Klamotten, Werkzeug, Ersatzreifen usw. für eine Woche Rallye-Action in Dalmatien.
1600 lange Kilometer liegen vor uns, aber der befürchtete Feiertagsverkehr bleibt aus und wir rutschen gut bis Graz (Österreich) durch, wo ein Übernachtungsstopp nötig ist. Das günstige Hotel, das uns im Rallye-Forum empfohlen wurde, ist leider restlos ausgebucht. Wir machen uns auf die Suche nach einer anderen Möglichkeit und finden eine kleine Pension im Grazer Vorort Kalsdorf, deren Zimmer gut, sauber und günstig ist. Nicht so leicht zu finden ist dagegen ein warmes Abendessen, denn auch in Österreich ist, was wir nicht wussten, Feiertag. Letztlich landen wir in einer Kneipe, in der wir noch Salamipizza ergattern und uns etwas über das skurrile Klientel amüsieren….
Am nächsten Morgen geht es die letzten Kilometer bis zur slowenischen Grenze, vor der wir die Autobahn verlassen und einer Überland-Wegbeschreibung (Beitrag vom 18.12.2008 mit Bildern) folgen, da Slowenien eine teure Autobahn-Vignette eingeführt hat, die sich für die ca. 70 km nicht lohnt. Die Nebenstrecke über Mureck – Lenart – Ptuj – Macelj ist recht gut zu fahren, allerdings darf man keine deutschen Straßenverhältnisse erwarten und sollte die Geschwindigkeitsbeschränkungen ernst nehmen.
Nach einer knappen Stunde erreichten wir die kroatische Grenze. Hier war sich der junge Grenzbeamte ganz sicher, einen Drogenkurier vor sich zu haben und wir durften auspacken. Taschen, Kulturbeutel, alle Fächer im Führerhaus, Hosentaschen, Jackentaschen, Schuhe und so weiter und sofort. Ich erklärte, so gut es mein Englisch zuließ, was Ohrstöpsel sind und das die Antiallergie-Tabletten harmlos sind. Eine gute dreiviertel Stunde gab der Staatsdiener genervt auf, ließ sich noch mal alle Fahrzeugpapiere zeigen und wünschte in unfreundlichem Ton „Good luck“. Er hatte sich doch schon so auf einen sicher geglaubten Fahndungserfolg gefreut und war sichtlich enttäuscht, nicht im Recht zu sein.
Die weitere Reise über die erstklassige mautpflichtige Autobahn über Zagreb – Brinje – Posedarje – Benkovac verlief ohne Zwischenfälle. Am Nachmittag trafen wir am Hotel Ilirija in Biograd na Moru ein, bezogen unser Zimmer und parkten den LT im Fahrerlager, wo sich schon einige Rallyeteilnehmer und die Orgaleute eingefunden hatten. Von der langen Fahrt erschöpft gingen wir bald nach dem Abendessen in die Heia, da am nächsten Tag schon einiges auf dem Programm stand.
Sonntag: Briefing, Korso, Prolog

Technische Abnahme
Nach dem Frühstück gab es ab 10 Uhr die Begrüßung der Teilnehmer durch den Rallye-Dalmatia-Initiator Christian Klauscher und sein Orgateam, dem ein erstes Briefing, ein Roadbook-Crashkurs und Ausgabe des Prolog-Roadbooks folgten. Anschließend wurde die administrative Anmeldung und technische Abnahme im Fahrerlager geöffnet. Ich stellte schon mal den technischen Service auf die Probe und lies mir von Hannes noch einen neuen Vorderradreifen samt dickwandigen Schlauch aufziehen (Vielen Dank, Hannes!) Nach der Abnahme wurden dann alle Moppeds im Parc Fermé aufgestellt und man kam mit dem ein oder anderen Teilnehmer ins Gespräch.
Motorräder aller Coleur waren vertreten: von kleinen leichten 250er WR´s über ne Menge EXC´s, einigen DRZ´s und Huskys, von guten alten DR´s, XT´s und XL´s bis zu LC4´s und sogar Dickschiffen wie LC8 Adventure, HP2 und 1150GS. Sehr interessant waren die Rallyeumbauten anzuschauen, mit der ein jeder Pilot seine Maschine hergerichtet hatte. Eine Handvoll Quads und zwei Geländewagen waren auch mit von der Partie.
Für 16.30 Uhr war eine Rundfahrt im Konvoi durch Biograd angesetzt. Eine halbe Stunde vorher kam ich schon mal leicht in Streß, als ich feststellte, das mein gesamtes Rallyecockpit stromlos war. Der Fehler war zum Glück recht schnell gefunden: der Hauptschalter verweigerte seinen Dienst und wurde kurzerhand gegen eine Steckerverbindung ausgetauscht, einfach aber effektiv.

Fotoshooting am Strand
Dann ging´s los: über die Startrampe, am Hafen entlang und durch die Stadt mit dem 80 Teilnehmer langen Konvoi, bis runter zum Strand, wo ein Fotoshooting stattfand. Von dort aus ging´s direkt zum Prologstart.
Ich hatte mir vorgenommen, mich möglichst wieder im Mittelfeld zu platzieren und mich erst mal mit dem Roadbook vertraut zu machen. Ab 18 Uhr startet jede Minute ein Fahrer auf die knapp 4 km lange Strecke. Gegen zwanzig vor sieben bin ich an der Reihe, der Weg recht einfach und nur im mittleren Teil mit ein paar gröberen Steinen garniert, das Roadbook stimmt metergenau, außerdem stehen an jedem Abzweig Leute der Orga, so das es eigentlich recht einfach ist, was aber nicht alle davon abhält, sich doch zu verfahren. Dann zurück ins Fahrerlager, das Mopped im Parc Fermé abstellen und ab zum Abendessen. Ab 20.30 Uhr wird gegen Vorlage des Prolog-Roadbooks das neue Roadbook für die morgige erste Etappe ausgegeben und um 21 Uhr gibt es dazu ein Briefing, in dem nochmals auf Besonderheiten und einzuhaltende Regeln hingewiesen wird. Mittlerweile ist auch das Prolog-Ergebnis raus, welches die Startreihenfolge für den nächsten Tag festlegt, wobei der langsamste Fahrer zuerst startet. Mit Platz 33 im Prolog hab ich also am nächsten Morgen etwas mehr Zeit als 47 andere Teilnehmer. Bleibt nur noch das Kleben, was Iris wieder übernimmt, und markieren des Roadbooks bei einem Bierchen.
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Mittwoch,17 März 2010 um 09:59:53
Das habe ich in der Form noch gar nicht betrachtet. Der Ansatz ist sicherlich interessant. Da haben wir gestern noch in der Firma drüber geredet.